Ein Tag im Frühling

 

 

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Dieser Tag heute war so dicht und reich angefüllt mit vielen Eindrücken…schmerzlich und doch schön.

Auf der Fahrt zur Schule heute morgen lief mir ein Eichhörnchen vor das Auto. Keine Chance, auszuweichen oder zu bremsen….Meine jüngste Tochter neben mir auf dem Beifahrersitz war dadurch mitten ins Herz getroffen, genau wie ich. Uns liefen die Tränen herunter, ich fühlte mich so schuldig….

Eine liebe Freundin fuhr mit mir gleich darauf zu der Unfallstelle und ich holte das Tier von der Straße. Wie durch ein kleines Wunder lag es genau auf dem Mittelstreifen, tot, aber äußerlich bis auf eine kleine Wunde am Kopf unversehrt. Ich konnte es in seiner ganzen Schönheit betrachten, wofür ich zutiefst dankbar war. Es muß sofort tot gewesen sein.

Wir fanden einen schönen Ort im Wald, wo es nun in Würde liegen kann.

Diese Momente dort zwischen den Bäumen, die vielen neuen Blüten überall um uns herum, das Vogelgezwitscher, der feuchte Geruch von Erde und Blättern – alles doch ein Inbegriff von Frühling, von Leben. Und doch ist der Tod so greifbar, direkt daneben, ein Augenzwinkern nur getrennt davon.

Auch in meinem Freundeskreis ist der Tod gerade präsent und natürlich auch, wenn man einen Blick in die Zeitung wagt…

So viel Schmerz, der getragen sein will oder muß und gleichzeitig auch immer ist diese andere Seite da, die Lebendigkeit, die Freude am Leben.

Und welch Geschenk, die Verbundenheit zu allem fühlen zu dürfen, zu Menschen, Tieren, Pflanzen.

 

 

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Frau Wollwesen in jungen Jahren mit einem kleinen Eichhörnchen, das mit der Flasche aufgezogen wurde.

 

Es grüßt Euch

Frau Wollwesen

Stille

Bilder oder wenige Worte sollen dazu einladen, sich der Stille hinter dem Alltagslärm zu öffnen, im Hier, im Jetzt, im Raum, bei sich selbst,
Anzukommen.

 

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 „The basic condition for us to be able to hear the call of beauty and respond to it is silence. If we don’t have silence in ourselves—if our mind, our body, are full of noise—then we can’t hear beauty’s call. „

Thich Nhat Hanh

 „Die Grundvoraussetzung, den Ruf der Schönheit wahrzunehmen und ihm zu antworten, ist die Stille. Wenn wir in uns selbst keine Stille haben – wenn unser Geist, unser Körper, voller Lärm sind – können wir den Ruf der Schönheit nicht hören.“

Thich Nhat Hanh

 

Ich wünsche Euch möglichst viele dieser Stille-Momente,

Eure

Frau Wollwesen

„Little Flower“

 

 

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Hier seht Ihr zwei unserer letzten Schneeglöckchen vor dem Verblühen. Aber viele andere Blumen haben sie nun abgelöst und blühen draußen um die Wette…

Und sie blühen auch hier, auf der fix und fertiggestellten Jacke des Februar-Kindes:

 

 

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Ja, das sind noch Bilder von unserem Garten-Modenschau-Tag. Und wie dort schon erwähnt, fehlten da noch die Knöpfe. Aber nun….

 

 

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…nun ist sie fertig und erfreut ihre neue Besitzerin. Die Knöpfe wollte ich ursprünglich anders herum annähen, wo sie perlmuttern schimmern. Aber es war so erwünscht, da kann man nichts machen.

Auch die Farben hat natürlich mein Kind gewählt. Im Original sieht die Jacke so aus („Blaithin“ ist, wie man dort nachlesen kann, der irische Name für „little flower“). Die Taschen fanden wir beide eigentlich unnötig, deshalb ohne.

Ich bin schon wirklich froh, dieses Projekt nun zu einem (hoffentlich) guten Ende gebracht zu haben. Viele der benötigten Techniken hatte ich vorher noch nie ausgeführt, z.B. das mehrfarbige Stricken (was ich schließlich doch nicht beidhändig tat), das Stricken verkürzter Reihen und vor allem: das „Steeking“! Die Tutorials, die Kate Davies dafür angibt, waren zumeist wirklich hilfreich. Aber trotzdem brauchte ich noch zusätzliche Informationen, die es ja glücklicherweise auf Youtube haufenweise gibt. So war dies ein gutes Lehrstück.

Hier seht Ihr Fotos von der „heißen“Phase des Steekings (leider unter schlechten Lichtbedingungen):

 

 

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Das Sichern der Maschen durch die Häkelkanten….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Aufschneiden zwischen den Häkelkanten….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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…und hier der Grund warum ich weiter oben „hoffentlich mit gutem Ende“ geschrieben habe.

Ich weiß nicht, woran es genau lag, aber so perfekt und fest wie bei Kate Davies sah mein Schnittrand leider nicht aus. Vielleicht aufgrund der recht glatten Oberfläche des Merinogarnes im Vergleich zu dem Tweedgarn des Originals.

 

 

 

 

 

 

Nun ja, bisher scheint alles recht gut zu halten. Sollte ich aber jemals noch einmal einen Steek schneiden, würde ich vorher ein bis zwei Nähmaschinennähte statt der Häkelkante arbeiten(so auch an verschiedenen Stellen im Internet empfohlen).

Die Maschenaufnahme entlang der Kante für das Steeksandwich fand ich auch nicht so ganz einfach und schließlich verwendete ich ein kontrastfarbenes Garn, da ich die Stiche sonst auf der Rückseite nicht mehr gefunden hätte. Sieht natürlich nicht ganz so schön aus, habe ich dafür dann aber gerne in Kauf genommen.

Als Steeksandwich bezeichnet Frau Davies übrigens die aufgeschnittene Kante, die von vorne und hinten zwischen zwei Längsstrickstücken eingeschlossen wird (wie eben die Käsescheibe zwischen den Brotscheiben). Dies wird etwas wulstig, was bei meinen Kindern allerdings auf Begeisterung stieß:

„Mama, das fühlt sich so toll an, ich möchte auch so eine Jacke!“ (Das März-Kind). Hmm, ob das als Grund ausreicht?

Jedenfalls muß ich mich nun mit etwas einfacheren Strickprojekten regenerieren, z.B. diesem für mich und diesem für das September-Kind. Stricken ist einfach toll!!!

 

Und Ihr? Liebt Ihr die Herausforderungen beim Stricken oder wollt Ihr es lieber entspannt haben?

 

Mit neugierigen Grüßen,

Eure Frau Wollwesen