Frühlingserwachen

 

 

Draußen in unserem Garten ist es mit einem Mal Frühling.

Mit Staunen sehe ich, wie schnell sich nun die Narzissen öffnen, sogar Hyazinthen-Blüten gibt es schon. Schneeglöckchen wie immer nicht so viele, wie ich es mir eigentlich wünschen würde. Dafür bei den Nachbarn gegenüber ein ganzes Meer davon, direkt unter einem Busch, der still und leise hellrosa aufblüht.

Es ist also schön, wieder draußen zu sein, vor allem nach familienübergreifender Magen-Darm-Grippe…. Kurz davor konnte ich letztes Wochenende glücklicherweise aber noch an einem Tanzseminar von Amei Helm teilnehmen, mit dem Thema „Frühlingserwachen“. Schon seit einiger Zeit tanze ich in einer Gruppe von Frauen Kreistänze zu ihrer Musik zur Feier der einzelnen Jahreszeitenfeste. Ich habe dies stets als sehr heilsam und verbindend erlebt, sowohl unter uns Menschen, als auch mit den Bäumen, den Blüten, den Tieren – eben allem Lebendigem.

Mit Freude und Staunen einer Kastanienknospe beim Aufblühen und damit gleichzeitig beim „in-die-Blüte-hinein-Sterben“ zuzusehen – das begleitet mich seit diesen Tagen als Sinnbild für unser aller Werden und Vergehen, das ganze Leben über und weiter in den Tod. Und natürlich die Freude des gemeinsamen Tanzen und Singens.

Wer sich für Amei Helm, den „Lied der Erde“-Garten in Norddeutschland oder ihre Musik und Tänze interessiert, findet sie hier, Hörproben hier.

 

Bildergebnis für amei helm tanzseminar

 

Mein absoluter Favorit ist der „Tanz der Knospen“, bei dem das Sich-Ausdehnen und Entfalten in die Blüte so wunderschön erlebbar wird.

 

 

 

Euch allen Kraft zum Ausdehnen,

zum Gesunden,

zum Licht und Wärme willkommen heißen,

Eure Frau Wollwesen.

Stille

Bilder oder wenige Worte sollen dazu einladen, sich der Stille hinter dem Alltagslärm zu öffnen, im Hier, im Jetzt, im Raum, bei sich selbst,
Anzukommen.

 

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Ich sende Grüße voller stiller Frühlingssonne,

Frau Wollwesen

Auf einmal Ruhe…

Manche Tage enden (und beginnen) völlig anders, als man es sich kurz vorher vorgestellt hatte…Und so ging ich gestern nicht zur Chorprobe, sondern blieb bei meinem jüngsten Kind, das von jetzt auf nachher anfing, zu erbrechen und fieberte.

Nach einem Tag mit frühem Aufstehen am Morgen und danach gefüllt mit viel Arbeit, war das für mich und meinen müden Körper eine ganz schöne Herausforderung. Und meine Pläne für den heutigen Tag (der natürlich auch schon vorgeplant war), durchkreuzte es auch…

Seltsamerweise erlebte ich aber, wie sich trotz Müdigkeit eine plötzliche Ruhe in mir ausbreitete. Durch das Annehmen des Zustands, wie er nun einmal war, konnte ich innerlich aufatmen, mir selbst eine Pause zugestehen.

 

 

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Und heute morgen, nach einer ziemlich unruhigen Nacht (mit Licht neben dem Bett, damit ich die Schüssel schnell genug zur Hand habe) ging es dem Kind glücklicherweise etwas besser. Noch Fieber, aber kein Erbrechen mehr.

Nun hat morgen unser März-Kind Geburtstag. Und das fiel diesem jüngsten Kind nun wieder ein. Zeit hatten wir ja, um irgendetwas zu werkeln. Aber die Kraft war einfach noch nicht wirklich da….Ein schnelles einfaches Projekt musste her.

Und da kam mir die Erinnerung an einen Schlüsselanhänger, den ich vor kurzem in der Schule der Kinder gesehen hatte: Ein Herz aus Filz, verziert mit Stickstichen und Perlen.

 

 

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Aus etwas restlichem Walk schnitt ich ihr mit Hilfe einer Papierschablone 2 Herzen aus.

 

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Sie bestickte die Mitte des einen Herzens sternförmig mit 2 verschiedenen Farben…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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…alles im Kuschelkorb liegend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach war keine Kraft mehr da für mehr.

 

 

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So nähte ich noch die Perle mittig auf, die Zackenlitze (für den Schlüsselring), zwischen vorderem und hinterem Herz, steppte ich mit der Maschine fest.

 

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Noch rundherum im Knopflochstich in einer dritten Farbe…(und schließlich noch in einer vierten, weil diese nicht ausreichte – tja, so ist das manchmal.)

 

 

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….fertig war`s!

Und das kranke Kind freute sich sehr. Das wird die Schwester morgen bestimmt auch tun!

 

Mein Geschenk war es heute auf alle Fälle, so unverhofft zu zweit, in Ruhe, etwas mit den Händen herzustellen.

 

Ich wünsche Euch allen auch solche Zeit,

zum Ausruhen, Kreativ werden, Aufatmen,

Eure Frau Wollwesen