Vorweihnachtszeit

 

Hui, das waren ganz schön turbulente Wochen, die da hinter mir liegen!

Viel Basarvorbereitungen, viel -nachbereitungen und zudem noch mein „ganz normales“ Leben nebenher mit Beruf und Familie in der Vorweihnachtszeit…!

Inzwischen ertappe ich mich tatsächlich dabei, dass der Adventskalender gerade den umgekehrten Effekt gegen früher (in der eigenen Kindheit) erzielt:

Ich breche in mittlere Panikzustände aus, wenn ich sehe, wie nahe der Heilige Abend gerückt ist und feststelle, dass ich noch kein einziges Geschenk besorgt habe und zudem auch nur winzig kleine Zeitfensterchen aufscheinen, in denen das möglich wäre….

Aber egal. Es tut mir gut, den Perfektionismus über Bord zu werfen und (hoffentlich!) festzustellen, dass auch so Überleben möglich ist.

Jedenfalls wandert zum Beispiel das Plätzchen-Backen immer mehr in die Hände meiner Kinder und ich darf die Endprodukte einfach nur genießen (denn in der Zeit vor Weihnachten schmecken sie doch am allerbesten, oder?)

Auch die Fensterdekoration wird von meinen Töchtern übernommen, welche dadurch sehr viel kunstvoller geworden ist (sehr filigrane Papier-Eiskristalle, für die ich niemals genug Geduld beim Ausschneiden hätte – leider habe ich vergessen, sie zu fotografieren).

 

Diese Katze wiederum ist meine Zen-Lehrmeisterin  zum Thema Pausen machen ohne Reue – mit jeder Faser ihres Seins!

Übrigens: Wer noch mehr Anregungen für ein entspanntes Weihnachtsfest sucht, der wird hier auf dem Blog von Margrit Irgang fündig.

Ich mag es sehr, wie sie über Meditation und Zen und Kunst und Musik und vieles mehr schreibt …..

 

 

Und die Weihnachtszeit wäre für mich nur halb so schön, könnte ich nicht meine Lichtträger filzen, die mich nun schon seit ein paar Jahren begleiten.

Es macht mir Freude, immer wieder neue Tiere als Kerzenträger auszustatten, aber auch altbekannte entstehen:

 

 

 

 

 

 

Ich stelle mir vor, wie sie an einem Weihnachtsbaum oder an einem anderen Ast oder von einem Regal, einem Haken an der Wand hängen und ihr stilles freudiges Licht verbreiten – schön!

 

Und dieses Licht, möge es auch bei Euch allen sein,

im Inneren und in der Stille,

feiert schön,

Eure

Frau Wollwesen.

 

 

 

 

Der Herbst ist da und mit ihm neblige Feuchtigkeit und Kühle.

Ich liebe das Einhüllende des Nebels und die vielschichtigen und modrigen Gerüche im Garten.

Auch an das morgendliche Aufstehen in Dunkelheit habe ich mich wieder gewöhnt und freue mich über die brennende Kerze am Esstisch.

Das Sommerstrahlen und das bunte Leben im Außen symbolisiert für mich sehr gut das Bild des Schmetterlings, der durch Garten und Wiesen tanzt, von Blume zu Blume.

Und was passt zum Herbst?

Für mich all` die Motten und Nachtfalter, die es leider auch immer seltener zu sehen gibt. Wenn man sie aber einmal aus nächster Nähe anschauen kann, so sieht man, dass sie zwar gedecktere Farben tragen, als ihre Tageslicht-liebenden Verwandten. Aber auch sie sind geschmückt von vielfältigen kunstvollen Formen und Mustern.

Einer davon, der mich seit längerer Zeit schon gedanklich begleitet ist der Lindenschwärmer.

Meine Kinder fanden vor Jahren eine große auffällige grüne Raupe mit Horn, die sich als Raupe eben jenes Falters herausstellte.

Interessant fand ich beim Recherchieren über die Lebensweise dieser Tiere, dass die Schmetterlinge keinerlei Nahrung zu sich nehmen. Der Name bezieht sich daher auf die Raupenform, die sich von den Laubblättern von Linden und Ulmen ernährt, aber auch anderes Laub von z.B. Obstbäumen nicht verschmäht.

 

 

Da ich immer wieder Lust habe, beim Filzen neue Formen auszuprobieren, habe ich mich also an das Gestalten dieses Falters gemacht.

Er ist nicht gerade klein geworden, kann man sagen. 😉

Aber ich mag ihn und hatte Spaß beim Anordnen der verschiedenen Farbflecken und Formen von Flügeln und Körper. Auch ist es immer wieder spannend zu sehen, wie beim Verbinden der unterschiedlichen Wollfasern neue Farbwirkungen entstehen.

Und auf diesem wunderschönen  Bild meiner Großen wirkt er gleich noch geheimnisvoller:

 

 

 

 

Ein bisschen Eintauchen in solch` eine Märchenstimmung werden wir nächste Woche, auf „unserem“ Bauernhof in Frankreich, wie jeden Herbst….

Es gibt also wieder ein kleineres Päuschen hier auf dem Blog bis Mitte November.

Macht es gut bis dahin!

Es grüßt

Frau Wollwesen