Januar

 

 

Das neue Jahr ist nun schon nicht mehr ganz so brandneu – aber dennoch wünsche ich Euch allen eine glückliche, segensreiche und friedliche Zeit in eben diesem!

Meine letzten Wochen waren turbulent – nicht nur durch die ohnehin meist trubelige Weihnachtszeit. Hinzu kam zum einen noch die unbedingt vor Weihnachten fertig zu stellende 8.Klassarbeit meiner jüngsten Tochter (uff, das war die 3. und letzte), die doch auch von Elternseite noch einiges an Engagement gefordert hat.

Ihr selbst gewähltes Thema war es, einen tierfreundlichen und naturnahen Garten zu gestalten. Das hat sie in, wie ich finde, mit sehr viel Geduld und Liebe aufgenommenen, Fotografien festgehalten.

Hier nur zwei Beispiele:

 

 

 

Außerdem habe ich mich dazu entschlossen, meine Arbeitsstelle zu wechseln, was auch Zeit und Kraft gekostet hat…..nun ist aber alles soweit entschieden und ich freue mich auf ein neues Tätigkeitsfeld.

Mit dem Filzen ging es daher eher ruhig zu. Genauer gesagt, war dieser, der kreativ schaffende Teil meines Arbeitslebens, auch mit ein Grund, warum es mit dem Entscheiden nicht so leicht war.

Da ich nun bald deutlich mehr Zeit bei meiner neuen Arbeitsstelle verbringen werde als bei der bisherigen, wird nicht mehr sehr viel Zeit für das Erschaffen meiner Wollwesen übrig bleiben.

Das finde ich schade. Anders kann ich es nicht sagen.

Ich hoffe einfach sehr, daß ich es dennoch immer wieder hinbekomme, Wolle und Seifenlauge in die Hände zu nehmen und damit das in die Welt zu bringen, was mich berührt, was ich ausdrücken möchte und schön finde.

Das z.B. wäre wert es umzusetzen, der Kontakt mit diesen wunderbaren und so schönen Tieren:

Alpacas.

 

Wir hatten das Glück, dass eine Freundin uns auf eine kleine Wanderung mit ihnen mitnehmen durfte. Und wir waren verliebt in sie.

In ihre Augen, ihre wache Aufmerksamkeit, ihr schönes Fell (das man aber bloß nicht streicheln darf – dann werden sie sauer!)

 

 

 

….alle 3 Töchter auf einem Bild, das gibt es nicht so oft!

 

Hier war ich mit der Großen und ihrem Leih-Pony spazieren. Nach vielen Jahren Pause hat sie nun wieder das Bedürfnis, mit ihm unterwegs zu sein. Auf ihm zu reiten ist bei ihrer jetzigen Größe vollkommen unmöglich. Aber er trottet gutmütig hinterher – je näher der Stall und sein Futter kommen, um so schneller wird er….

 

 

So ganz müßig waren meine Hände aber auch nicht. Meine jüngste Tochter wünschte sich sehr, dass ich diese Puslwärmer für sie stricke.

Ich verwende das restliche Alpaca-Garn von diesem Projekt.

Auf dem Foto sieht man auch, dass darunter ein neuer Projektbeutel liegt, den ich genäht habe. Allerdings habe ich noch kein vorzeigbares Foto davon zustandegebracht. Also irgendwann später mehr.

 

 

In den Weihnachtsferien habe ich zudem mal etwas für mich ganz Neues ausprobiert (zusammen mit einer Freundin und meiner mittleren Tochter diesmal):

Pompom-Igel!

Die Anleitung stammt aus dem Amirisu-Magazin 18.

Es war ein lustiger Abend, an dem wir sie gewickelt haben und für das erste Mal finde ich sie recht gelungen!

 

 

Viel gelesen und auch vorgelesen habe ich zudem in den vergangenen Wochen und genieße es gerade, wie schon seit Jahren nicht mehr.

Dieses Buch, das man oben sieht, ist genau nach meinem Geschmack:

Der Autor nimmt mich mit auf eine literarische Eselwanderung.

Einerseits ist er tatsächlich in Frankreich mit einem Esel über längere Zeit hinweg unterwegs und erzählt von den gemeinsamen Erlebnissen.

Andererseits zitiert er verschiedene Anekdoten aus berühmten und weniger berühmten Romanen und Erzählungen, die von Eseln handeln.

Das Ganze ist ruhig, meditativ, liebevoll und voller Freude an Tier und Natur geschrieben – so schön!

 

Noch andere Bücher habe ich entdeckt bzw. wiederentdeckt, aber darüber muß ich ein anderes Mal schreiben!

 

Ich grüße Euch alle ganz herzlich,

Eure

Frau Wollwesen.

 

 

 

 

 

Der Herbst ist da und mit ihm neblige Feuchtigkeit und Kühle.

Ich liebe das Einhüllende des Nebels und die vielschichtigen und modrigen Gerüche im Garten.

Auch an das morgendliche Aufstehen in Dunkelheit habe ich mich wieder gewöhnt und freue mich über die brennende Kerze am Esstisch.

Das Sommerstrahlen und das bunte Leben im Außen symbolisiert für mich sehr gut das Bild des Schmetterlings, der durch Garten und Wiesen tanzt, von Blume zu Blume.

Und was passt zum Herbst?

Für mich all` die Motten und Nachtfalter, die es leider auch immer seltener zu sehen gibt. Wenn man sie aber einmal aus nächster Nähe anschauen kann, so sieht man, dass sie zwar gedecktere Farben tragen, als ihre Tageslicht-liebenden Verwandten. Aber auch sie sind geschmückt von vielfältigen kunstvollen Formen und Mustern.

Einer davon, der mich seit längerer Zeit schon gedanklich begleitet ist der Lindenschwärmer.

Meine Kinder fanden vor Jahren eine große auffällige grüne Raupe mit Horn, die sich als Raupe eben jenes Falters herausstellte.

Interessant fand ich beim Recherchieren über die Lebensweise dieser Tiere, dass die Schmetterlinge keinerlei Nahrung zu sich nehmen. Der Name bezieht sich daher auf die Raupenform, die sich von den Laubblättern von Linden und Ulmen ernährt, aber auch anderes Laub von z.B. Obstbäumen nicht verschmäht.

 

 

Da ich immer wieder Lust habe, beim Filzen neue Formen auszuprobieren, habe ich mich also an das Gestalten dieses Falters gemacht.

Er ist nicht gerade klein geworden, kann man sagen. 😉

Aber ich mag ihn und hatte Spaß beim Anordnen der verschiedenen Farbflecken und Formen von Flügeln und Körper. Auch ist es immer wieder spannend zu sehen, wie beim Verbinden der unterschiedlichen Wollfasern neue Farbwirkungen entstehen.

Und auf diesem wunderschönen  Bild meiner Großen wirkt er gleich noch geheimnisvoller:

 

 

 

 

Ein bisschen Eintauchen in solch` eine Märchenstimmung werden wir nächste Woche, auf „unserem“ Bauernhof in Frankreich, wie jeden Herbst….

Es gibt also wieder ein kleineres Päuschen hier auf dem Blog bis Mitte November.

Macht es gut bis dahin!

Es grüßt

Frau Wollwesen

 

 

Freude

 

Nach einem langen Tag gestern, den ich hauptsächlich innerhalb des Hauses verbracht habe, sind wir am Abend für eine halbe Stunde vor die Türe gegangen. Hinaus und hoch zum Weinberg, vorbei an blühenden Wegesrändern, über uns ein blau-strahlender Himmel.

Wie schnell es wieder ging, dass die angesammelte Schwere von hunderten von Gedanken über große und kleine Sorgen von mir abfiel und ich ruhig wurde. Die Leichtigkeit kehrte zurück und die Freude über das, was um mich her da ist.

Wie wenig doch eigentlich immer wieder reicht, dass Glück da ist: Geliebte Menschen um mich, Wärme, ein leichter Wind, Farben, Lebendigkeit spüren…

 

 

Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge….

 

 

 

 

….z.B. eine Holzbiene am Muskateller-Salbei im Garten. Dies ist wohl ihr absolutes Lieblings-Essen!

 

Und was mir auch wichtig ist:

Die Freude zu pflegen über die Dinge, die ich mit meinen Händen herstelle!

Das habe ich heute getan, als ich dieses neu fertig gewordene Dreieckstuch aus meiner pflanzengefärbten Wolle fotografiert habe.

 

 

Mich an der Spitzenkante, dem seidigen Glanz des Garns und dem wunderbaren Grün (mit roten Zwiebelschalen gefärbt) gefreut.

Und gelächelt über die Ähnlichkeit des Tuches zu einer Wassermelone – was vollkommen absichtslos so entstanden ist.

 

 

 

 

 

 

Auch Euch wünsche ich Freude an Natur und Menschen um Euch her und nicht zuletzt an Euch selbst und Eurem Tun!

 

Es grüßt

Frau Wollwesen

 

Verlinkt mit Creadiesntag.