Mittsommer

 

Eine heiße und prall gefüllte Zeit ist das gerade, in der wir uns befinden. Die Johanni-Feuergeister scheinen gerade ihre Pflicht überzuerfüllen und so ein bisschen kühles Nass täte uns allen sehr, sehr gut…..

Eine Augen-Wohltat ist daher schon dieser Gartentisch, den unsere große Tochter in Griechenland-Meeresblau-Ton angestrichen hat. Wahrscheinlich ist sie ein bisschen von unserem nicht mehr so fernen Kreta-Sommer-Urlaub inspiriert worden.

Im Garten schwirrt, brummt und summt es tagsüber um die Wette, vor allem am Lavendel flattern Kohlweißlinge, daneben machen sich Hummeln und Bienen die besten Plätze streitig.

Manchmal braucht es einfach etwas Geduld, bis bestimmte Pflanzen im Garten heimisch werden. So freue ich mich dieses Jahr sehr über Rosenmalve, Natternkopf und Muskatellersalbei, alles Pflanzen, die gerne auch von Wildbienen aufgesucht werden. Und ganz klein sind diese oft, man übersieht sie leicht.

 

 

 

 

 

 

Durch den Wechsel an eine neue Arbeitsstelle war ich die letzten Wochen ziemlich eingespannt. Nun ist wieder mehr Zeit und Muße da zum Filzen und auch zum Stricken.

Das kleine Meerschwein habe ich Euch ja letztens schon gezeigt, nun ist es bereits „umgezogen“…

 

 

… und ich habe einen neuen kleinen Wollwesen-Freund einziehen lassen:

 

 

 

 

Die vielen Schmetterlinge um mich herum inspirieren mich außerdem – mal sehen, was da noch daraus entsteht….?

Dieser hier wollte vor ein paar Tagen meinen (schon etwas abgenutzten) Schuh gar nicht wieder verlassen:

 

 

Und so schnell wie dieser Bläuling schließlich doch davon flatterte, so bald wird auch diese Mittsommerzeit wieder verflogen sein!

Also aufgehört zu jammern und stattdessen schöne schwedische Musik angehört, die einfach wunderbar passt gerade (und die wir auch in meinem Chor singen, was ein großes Glück ist, finde ich):

Kraja – Limu limu lima/Lille Lasse

 

 

Und da ich gedanklich eben manchmal schon im Herbst zuhause bin, sieht mein aktuelles Strickprojekt so gar nicht sommerlich aus:

 

 

Ein dickes Merino-Alpaca-Garn auf noch dickeren Nadeln?

Ich habe mich in diesen Pulli verliebt!

Und da ich im Oktober ein kleines Irland-Abenteuer plane (und weiß, wie sehr man dort frieren kann…) habe ich sofort losgelegt. Wie schnell sich das strickt im Vergleich zu meinen anderen Projekt(en) mit 3er-Nadeln!

Noch ein kleiner Herbst-Vorblick gefällig?

 

 

Aber jetzt genug und wieder zurück zum Meeresblau…

 

 

Liebe Grüße an Euch alle,

Eure

Frau Wollwesen.

 

 

Verlinkt mit Creadienstag.

 

 

 

 

 

Natur-Momente

 

 

 

 

 

 

Gefüllt, randvoll – so fühlt sich mein Leben gerade an.

Je nach Gemütszustand und Schlafpegel positiv oder negativ interpretierbar.

Aber so, wie im Außen, in der Natur, sich gerade alles dem Sonnenhöchststand annähert und in Wachstum und Farbigkeit alles im Wettstreit miteinander zu stehen scheint, so drängt sich auch in meinem Alltag alles dicht an dicht. Viel Arbeit, viele Schulaktivitäten und anderes.

Das kreative Schaffen, die Filzerei vor allem, kommt oftmals wieder zu kurz. Und das, obwohl nicht mehr allzu viel Zeit bis zu meinem Marktstand im Spätsommer verbleibt….

Doch dann gibt es diese Zeitfenster, die kleinen Türen, die mich aus dem Alltag herausführen und hinein in diese wunderbare, wunderschöne Welt der Tiere, der Pflanzen. So geschehen heute morgen, auf meiner Joggingrunde, wo mich die Fülle der blühenden Pflanzen und die sie aufsuchenden Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere zutiefst gefreut haben. Die vielen verschiedenen Geräusche dieser Tiere außerdem, das Summen, Sirren, Brummen und Zirpen.

Es ist dann wie ein zutiefst Wieder- zu -mir -selbst -kommen, lebendig werden, still werden.

 

 

 

 

 

Auch in unserem Garten kann ich solche Momente immer wieder einmal erleben. Ebenso an dem kleinen Teich, der sich von der Wasserqualität her zum Glück auch wieder erholt hat. Libellen schwirren über ihn hinweg, die Fische schnappen nach Fliegen…

Und in unseren Büschen saßen heute Abend die unterschiedlichsten gefiederten Gäste:

 

Sumpfmeise

 

 

 

Rotkehlchen

 

 

 

 

Zaunkönig

 

 

 

 

 

Kohlmeise

 

 

Gartenrotschwanz

 

 

 

In den letzten Wochen hat es immer mal wieder der ein oder andere Vogel von meiner Phantasie in die Realität geschafft – so ein Glück!

Und so flattern sie weiter zum Creadienstag!

 

Habt es alle gut,

hütet Euch vor Blitz und Donner (falls dies bei Euch auch so oft vor kommt, wie bei uns zur Zeit),

Eure

Frau Wollwesen

 

 

 

 

 

 

Späte Tulpe mit Gast

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer kann diesen Augen schon widerstehen?

Ich auf alle Fälle nicht!

Und so juckte es mich sofort in den filz-eifrigen Fingern, als mein Mann mir ein einfach wunderbares Foto einer „Harvest Mouse“ schickte, die in einer Tulpe sitzt. Wahrscheinlich saß sie dort nicht ganz freiwillig, wie ich vermute, denn diese bei uns als „Eurasische Zwergmaus“ bekannten Tiere sind zwar unglaublich akrobatische Kletterer, die sich mithilfe ihres Schwanzes durch Getreide und allerlei andere nahrhafte Pflanzen hangeln. Aber ich glaube kaum, dass sie im „echten“ Leben einer nicht so nahrhaften Tulpe so viel Aufmerksamkeit schenken würden….

Nun ja, aber: Es war wirklich ein schönes Bild und es machte mir sehr viel Freude, den kleinen Nager zu formen. Allerdings werde ich beim nächsten Mal dunklere Wolle verwenden. Es ist gar nicht so leicht, die Fellfarbe von Tieren möglichst ähnlich hinzubekommen…..

Aber mit das Wichtigste, was ich inzwischen gelernt habe (egal, ob es nun das Filzen, Stricken, Nähen oder andere Dinge betrifft), ist:

Beim ersten Versuch wird es nur in Ausnahmefällen genau so gelingen, wie ich es mir vorgestellt habe. Klingt eigentlich logisch, aber früher war ich oftmals schnell frustriert und zweifelte sofort mein Können an, wenn das Ergebnis nicht meinen Erwartungen entsprach.

Da ist inzwischen viel Gelassenheit bei meinem Tun dazugekommen und sie lässt sich auch noch auf etliche andere Lebensbereiche übertragen – Schön!

 

Über die Zwergmaus findet man natürlich auch auf Youtube nette Videos, die ich mir zum Teil angeschaut habe. So klein ist sie, zwischen 5,5 und 7,5 cm Kopf-Rumpf-Länge plus etwa noch einmal so viel für den Schwanz und damit ist sie eines der kleinsten Nagetiere überhaupt. Sie wohnt in hohen Gräsern , in Schilf oder in Getreidefeldern, gelegentlich auch in Hecken oder Reisfeldern.

Wie schon erwähnt, klettert sie überaus geschickt, ist hauptsächlich nachtaktiv und baut zur Aufzucht der Jungen beeindruckende Kugelnester auf etwa 1 m Höhe zwischen Halmen (beeindruckt hat mich die Bauweise, die Größe ist mit einem Durchmesser zwischen 6 und 13 cm auch eher klein).

Sie lebt außerhalb der Paarungszeit einzelgängerisch und ernährt sich außer von Getreide auch von Insekten oder Vogeleiern und sogar Jungvögeln.

Da die jungen Zwergmäuse schon mit 35 Tagen geschlechtsreif sind, können sich in einem Jahr bis zu 4 Generationen fortpflanzen.

Auch für die Zwergmaus ist, wie für viele andere Tiere, der Verlust ihres Lebensraumes, die Industrialisierung der Landwirtschaft, sowie die Zerstückelung der verbleibenden Flächen ein großes Problem.

 

Aber nun:

Auf zum Creadienstag mit meiner Tulpen-Maus!

 

Und für Euch alle eine wunderschöne Woche natürlich!

Eure

Frau Wollwesen.