Wochenendgruß

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Dieses Wochenende gab mir Luft und Zeit für vieles.

 

Für schöne Treffen mit netten Menschen,

für ein kleines Konzert mit meinem Chor im Rahmen eines Gottesdienstes,

für Faulenzerei,

für das Eingraben von Blumenzwiebeln und das Verpflanzen von im Sommer Ausgesätem,

für ein lange geplantes Nähprojekt,

für das Auspacken meiner neuen Visitenkarten für den Basar.

 

 

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Und ich war alleine draußen unterwegs, fasziniert von der Verwitterung des Herbstes, der Veränderung überall um mich her.

Es scheint mir manchmal, dass gerade zu dieser Jahreszeit die kleinen Details der Blumen, Blätter und Samen besonders in den Vordergrund treten.

 

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Auf den ersten Blick sieht man viel Braun. Schaut man aber genauer hin, so sieht man so unglaublich viele Farbschattierungen und -nuancen, und selbst an einem Tag mit wolkenbedecktem Himmel leuchten sie einem immer wieder entgegen.

 

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Ich lief einen Weg, den ich schon länger nicht mehr ging, vorbei an einem verwilderten Obstgarten.

Niemand war sonst unterwegs, alles still um mich her.

Ich sprang über den kleinen Graben, der mich von dieser Wildnis trennte und fühlte, wie Aufregung in mir hochkribbelte. Spürte, dass dies eine andere Welt war, die ich betrat.

Weiter hinten plötzlich Bewegung, Flügelschlagen, dann wieder diese Stille.

 

 

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Behutsam und vorsichtig machte ich ein paar Nahaufnahmen der Pflanzen um mich her.

Das Gefühl, hier nicht allein zu sein, ein nur kurz geduldeter Eindringling, war stark.

Aber meine Faszination für diesen Ort auch.

Ich ging. Aber werde wohl bald wieder kommen…

 

 

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Leuchtende Farben und einen Blick auf die besonderen und kleinen Dinge um Euch her,

das wünsche ich Euch für diese beginnende Woche,

Eure

Frau Wollwesen.

 

 

 

Herbstdank

 

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Letzten Samstagabend traf ich mich mit einigen anderen Frauen zum Jahreskreis-Tanzen zu Liedern von Amei Helm.

Anfang des Jahres schrieb ich schon über das Tanzseminar mit ihr und insbesondere über die Kastanienknospe und ihre Entfaltung zur Blüte als Sinnbild für alles Werden und Vergehen.

Nun hielten wir, am anderen Ende des Jahres angekommen, die braunen glänzenden Früchte der Kastanie in der Hand. Sie waren Teil eines wunderschönen Mandalas, das den Mittelpunkt unseres Kreises bildete.

An diesem Abend rückte das „Danke“-Sagen in den Vordergrund.

Danke, gerade auch für die Zeiten, in denen das Leben dunkel und schwergängig ist. Und die oft, wenn sie vergangen sind, vieles bewegt, vielleicht sogar aufgelöst haben.

 

 

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Hier in den Weinbergen um uns herum ist die Trauben-Ernte in vollem Gange – auch das ein Grund zum Danken.

 

 

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Genauso für diese Farbpracht, die durch die Sonne zum Strahlen gebracht wird.

Und auch ohne Sonnenschein bin ich dankbar für solche Nachmittage wie diesen, verbracht mit zwei meiner Mädels in der Natur.

 

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An denen man die Erde und den Duft vergorener Äpfel riechen kann.

Und Wespennester direkt am Wegesrand entdeckt….

 

 

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….sich durch den bedeckten Himmel und die Stille rundherum eingehüllt fühlt.

 

Ich sende Euch etwas von diesem dankbaren Herbstgefühl,

Eure

Frau Wollwesen

 

Verlinkt mit den Naturkindern.

Frühlingserwachen

 

 

Draußen in unserem Garten ist es mit einem Mal Frühling.

Mit Staunen sehe ich, wie schnell sich nun die Narzissen öffnen, sogar Hyazinthen-Blüten gibt es schon. Schneeglöckchen wie immer nicht so viele, wie ich es mir eigentlich wünschen würde. Dafür bei den Nachbarn gegenüber ein ganzes Meer davon, direkt unter einem Busch, der still und leise hellrosa aufblüht.

Es ist also schön, wieder draußen zu sein, vor allem nach familienübergreifender Magen-Darm-Grippe…. Kurz davor konnte ich letztes Wochenende glücklicherweise aber noch an einem Tanzseminar von Amei Helm teilnehmen, mit dem Thema „Frühlingserwachen“. Schon seit einiger Zeit tanze ich in einer Gruppe von Frauen Kreistänze zu ihrer Musik zur Feier der einzelnen Jahreszeitenfeste. Ich habe dies stets als sehr heilsam und verbindend erlebt, sowohl unter uns Menschen, als auch mit den Bäumen, den Blüten, den Tieren – eben allem Lebendigem.

Mit Freude und Staunen einer Kastanienknospe beim Aufblühen und damit gleichzeitig beim „in-die-Blüte-hinein-Sterben“ zuzusehen – das begleitet mich seit diesen Tagen als Sinnbild für unser aller Werden und Vergehen, das ganze Leben über und weiter in den Tod. Und natürlich die Freude des gemeinsamen Tanzen und Singens.

Wer sich für Amei Helm, den „Lied der Erde“-Garten in Norddeutschland oder ihre Musik und Tänze interessiert, findet sie hier, Hörproben hier.

 

Bildergebnis für amei helm tanzseminar

 

Mein absoluter Favorit ist der „Tanz der Knospen“, bei dem das Sich-Ausdehnen und Entfalten in die Blüte so wunderschön erlebbar wird.

 

 

 

Euch allen Kraft zum Ausdehnen,

zum Gesunden,

zum Licht und Wärme willkommen heißen,

Eure Frau Wollwesen.