Urlaub im Alltag

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Von diesem wunderschönen Ort habe ich schon vor kurzem berichtet.

Zurück daheim sehne ich mich  nicht selten danach, nach der Weite der Landschaft, den Tieren, der Ruhe, die trotz Kinderspielen und Landwirtschaftsgeräuschen immer greifbar nahe ist.

Seit wir regelmäßig immer wieder hierher zurückkommen, habe ich Hühner und Gänse lieben gelernt, ihre Besuche unter dem Esstisch im Freien, (manchmal leider auch im Rettichsalat auf dem Tisch), ihre Neugierde….und ich weiß nun, wie schön es sein kann, sich von ihnen morgens Körner aus der Hand picken zu lassen – aber auch ganz schön schmerzhaft manchmal 😉 (die Hähne gehen dabei erstaunlicherweise oft am sanftesten vor.)

Tja, da aber nun dieser Urlaub immer auch irgendwann sein Ende findet, kam ich auf die Idee, ihn auf irgendeine Art und Weise in unseren Alltag mit hinüber zu nehmen.

So entstand diese Magnetwand:

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In der Mitte sieht man ein Foto von meinem Lieblingsort (auch hier gezeigt). Ich habe es auf Leinwand drucken lassen und auf einen grünen Jerseystoff mit blauen Sternen genäht (ein Rest von einem Nähprojekt für das März-Kind ). Das mit dem Jersey war natürlich keine so gute Idee, wie man wahrscheinlich sieht. Zu dehnbar einfach, aber da ich eine Schwäche für Grün habe und sonst nichts anderes zur Hand war….

Die Magnetwand war ein uralter Tchibo-Kauf und sollte eigentlich in den Müll. Jetzt kam sie mir aber sehr gelegen, da sie auch eine Rückwand aus Pappe hat, in die ich den Stoff getackert habe.

Als Magnete haben wir einmal diese hier gebastelt:

 

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Bei Kirschkernzeit habe ich die Anleitung dafür entdeckt und die Kinder hatten viel Freude dabei.

 

Außerdem musste das Federvieh auf alle Fälle in Erscheinung treten:

Hier also der stolze Hahn….

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….und seine Henne!

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Rückansicht mit Magnet :

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Ein glückliches Paar!

Sie behaupteten beim Filzen nur immer, sie seien Adler…?

 

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Und hier die Erinnerung an den stolzen Gänserich des Hofes, der leider irgendwann Kindern und Erwachsenen zu sehr zusetzte und beim nächsten Besuch in der Tiefkühltruhe gelandet war:

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Alle habe ich nassgefilzt und nach dem Trocknen mit den Magneten beklebt (mit der Klebepistole).

Mal schauen, eigentlich fehlen noch die Esel, die Schweine, die Hunde und Schafe, die Enten und die Fledermäuse….

Aber schon jetzt ist es einfach ein ruhiger Blickfang für mich, für uns alle, wenn wir am Kochen sind, oder auf der Bank darunter lümmeln, stricken, lesen – eben Urlaub im Alltag! (Und zur Zeit mag ich mich auch gerne an die schöne sommerliche Wärme damals zurückerinnern.)

 

Es grüßt, leicht fröstelnd,

Frau Kirschkernzeit

 

Urlaub im Schnee

IMG_20141231_152955899Mein erster Eintrag in diesem neuen Jahr.

Es hat für uns wunderschön begonnen, da wir nach den Weihnachtsfeiertagen (die wir in wechselnden Familienkonstellationen an verschiedenen Orten verbracht haben) ins französische Jura gestartet sind, auf einen von uns allen geliebten Bauernhof.

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Anfänglich war es nicht ganz einfach, dort tatsächlich hinzukommen. Aber mit Hilfe eines netten französischen Bauern und seines Traktors und auch noch dem Allradantrieb eines guten Freundes kamen wir schließlich wohlbehalten an. ( Die Eltern etwas durch den Wind, die Kinder voller guter Laune und aufgekratzt…)

Der Wald war traumhaft zum Spazierengehen, alle Bäume festlich in Weiß gekleidet. Und zahlreiche Tierspuren verrieten, das auch viele andere außer uns dort unterwegs waren.

 

 

 

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Eiszapfen!

Das sieht man, finde ich, durch die wärmer gewordenen Winter gar nicht mehr so oft…

Und Eisblumen an den Fensterscheiben (davon habe ich leider kein Foto gemacht)!

 

 

 

 

 

 

 

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Man sieht:

Der Schnee war einfach klasse!

 

 

 

 

 

Dieser Ort hier ist mir über einige Jahre hinweg mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Selten fühle ich mich so mit mir selbst im Reinen wie hier. Ich genieße die Stille und Weite der Landschaft, die vielen Tiere, die Abgeschiedenheit. Der Himmel kommt mir  weiter vor als zuhause, der Wald ursprünglicher, wilder.

Auch unsere Kinder kommen sehr gerne an diesen Ort. So war hier unser erster Familienurlaub, den wir als Eltern tatsächlich auch als Urlaub empfunden haben (und nicht als „anderen Stress“ an anderem Ort, wie das vorher leider oft war). Weil Kinder hier sehr viel entdecken können, ohne in Gefahr zu geraten und viel mithelfen dürfen.

 

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Diese Bank ist ein besonderer Lieblingsort von Frau Wollwesen.

Von dieser Stelle habe ich auch ein Sommerfoto, das ich zu einer Magnetpinnwand umgewandelt habe. (Die stelle ich Euch auch einmal vor.) Sie erinnert mich in meiner Küche an die Ruhe und Gelassenheit, die mir im Alltag allzuoft immerwieder abhanden kommen. Und aber doch im Hier und Jetzt jederzeit zur Verfügung stehen….

 

 

 

 

 

 

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Zurück daheim!

Lustigerweise war es hier erst einmal viel kälter, obwohl wir nicht mehr mit Holz heizen mussten. Aber die Heizung hatte ein Problem (kein ernstes!), so dass sich manche dick eigemummelt haben. Und der Kater war wohl auch froh über unsere Rückkehr.

 

 

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Septemberkind im Hunde(!)korb.

Es grüßt Frau Wollwesen!

Joggingrunde im Winter

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Immer wieder wochenends schaffe ich es doch, meine Joggingrunde zu drehen. Eigentlich wäre es ja mein Ziel, zweimal die Woche zu laufen, aber jetzt, in der dunklen Jahreszeit, zieht es mich unter der Woche abends nur sehr selten mal aus dem Haus. Vernünftigerweise ist dies ja nur bei Straßenbeleuchtung und hier im Ort zwischen den Häusern möglich – und darauf habe ich denn doch nicht so oft Lust….

Wenn ich aber bei Tageslicht hier in den Weinbergen unterwegs sein kann, stört mich auch der Nebel oder ein bisschen Regen nicht sehr. Das Schöne dann ist, dass man praktisch alleine unterwegs ist, die Luft kühl und frisch… Dieses Für-mich-sein tut mir gut, das gleichmässige Geräusch meiner Schritte lädt mich zur Geh- (oder besser: Renn-) Meditation ein.

Auch an diesem liebevoll gepflegten Garten komme ich dabei oft vorbei. Ich weiss nicht, wem er gehört, aber es müssen Menschen sein, denen Blumen ähnlich am Herzen liegen, wie mir.

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Und  die Tiere scheinen sie auch zu mögen, denn diese verblühten Sonnenblumen dürfen hier immernoch stehen und auf Vogelgäste warten:

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Dieser Baum ist zwar kahl, aber seine Knospen erwarten schon den Frühling,

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ganz wie in Hilde Domins Gedicht:

Es knospt

Es knospt

unter den Blättern

das nennen sie Herbst.

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Und diese Ringelblume ignoriert einfach Nebel, Kälte, Dunkelheit:

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Euch allen ebenso viel Sonne im Herzen

wünscht

Frau Wollwesen