„Wollwesen“ in der Zeitung

 

Sehr gefreut habe ich mich über diesen Artikel in der Badischen Zeitung, der, rechtzeitig zum Kunsthandwerkermarkt, am Donnerstag, 01.09.2016, erschienen ist:

 

„Die Munzingerin Helga Ritthaler gestaltet aus Filz kleine Kunstwerke“

Wenn von Donnerstag bis Samstag in Freiburg wieder die Veranstaltung „Kunst in der Oberen Altstadt“ stattfindet, ist auch die Munzinger Textilkünstlerin Helga Ritthaler dabei.

  1. Farbenfroh sind die Werke, die Helga Ritthaler aus Wolle und Filz schafft. Foto: Ingo Schneider

MUNZINGEN. Wenn Helga Ritthaler sich ihrer Textilkunst widmet, ist das immer auch eine

Reise in die eigene Vergangenheit: „Ich konnte stundenlang für mich mit den Puppen spielen, die meine Mutter genäht hatte“, erzählt sie, „und auch zu Tieren hatte ich schon immer eine Affinität“. So war es nicht verwunderlich, dass sich die 45-jährige Munzingerin, als sie selbst kleine Kinder hatte, wieder den liebgewonnenen Spielgefährten widmete – und nun selbst ans Werk ging, um Puppen, Tiere und vieles mehr mit Wolle zu gestalten.

Zunächst habe sie das für den Waldorfkindergarten gemacht, in den ihre Töchter (heute 14, zwölf und zehn Jahre alt) gingen. „Da habe ich dann auch das Filzen gelernt“, erinnert sich Helga Ritthaler. Alles Weitere habe sie sich dann selbst beigebracht. Vor etwa drei Jahren seien auch noch das Stricken und Nähen zum handarbeitlichen Repertoire dazugekommen. Viele Informationen und Anleitungen findet die Textilkünstlerin im Internet: „Da kann man jede Menge lernen.“

Aus dem Hobby und dem Puppenmachen für die Töchter ist inzwischen ein Beruf geworden. „Nachdem meine Kinder das entsprechende Alter hatten, stellte sich für mich die Frage, wie es in Sachen Job weitergeht“, erzählt Helga Ritthaler. Freunde hätten sie darin bestärkt, im handarbeitlichen Bereich zu bleiben. Seit zweieinhalb Jahren betreibt die Freiburgerin einen eigenen Blog und präsentiert sich und ihre Werke im Internet unter http://www.wollwesen.de Und weil sie selbst auch gern im Netz etwas über Menschen und deren Gedanken oder Erlebnisse lese, schreibt Helga Ritthaler in ihrem Blog auch Persönliches – „auch wenn’s nicht zu privat werden soll“.In der Wolle hat die 45-Jährige ihr“ Material gefunden: „Sie bietet viele Möglichkeiten, weil man die Dinge formen und auch wieder ändern kann.“ Bevorzugt arbeitet sie mit Wolle, die sie mit Naturstoffen selbst gefärbt hat. Rote Bete liefert eine mittelorange Tönung, Sandelholz lässt die Wolle hellbraun-rötlich werden.

Eine ganz eigene Kreation habe sie mit der Technik geschaffen, in der sie eine Puppe herstellt, sagt Ritthaler. Denn sie filze die Figur ganz: Ein Hohlkörper wird mit Wolle belegt, diese wird verfilzt, danach wird der Körper ausgestopft. Anschließend könne sie die Puppe noch formen. Jede Figur gestaltet Helga Ritthaler ganz individuell, von den Haaren über das Gesicht bis zur Kleidung. Etwa einen bis eineinhalb Tage dauere es insgesamt, bis eine Puppe fertig sei.

Neben den Puppen fertigt die 45-Jährige vor allem Bilder aus Wolle, die Tiermotive zeigen. Wichtig sei es ihr dabei, „das Wesen des Tieres herauszuarbeiten“. Ein Bekannter, der Schreiner ist, liefert die Rahmen – aus Holz, so Ritthaler, bei dem noch die Struktur des Materials sichtbar sei. Malen mit Wolle: Helga Ritthaler beherrscht diese Kunst, ihre Bilder sind ebenso farbenfroh wie lebendig. Manche sind in Kästen eingefasst, die dann sogar mit Figuren bespielt werden können. Am liebsten arbeite sie in Ruhe, sagt Helga Ritthaler, auch ohne Musik als Begleitung im Hintergrund. Sie hat dafür ein eigenes Atelier in ihrem Haus in Munzingen. Wolle, Filzreste, Nadeln, Garne und viele weitere Utensilien sind hier versammelt und warten darauf, von der Künstlerin verwendet zu werden.

Beim Freiburger Kunsthandwerkermarkt „Kunst in der Oberen Altstadt“, der vom heutigen Donnerstag bis Samstag, 3. September, jeweils von 10 bis 18 Uhr zwischen Schwabentor und Münsterplatz stattfindet, wird Helga Ritthaler mit ihren Werken ebenfalls vertreten sein. Viel Herzblut und Kreativität stecken in jedem einzelnen Stück. Ob es ihr da nicht schwerfalle, die Unikate zu verkaufen? „Ich habe noch viele andere Ideen im Kopf“, meint sie, „außerdem finde ich es schön, wenn sich andere Menschen über meine Arbeiten freuen“.

 

Ich bin nun nach dem Markt etwas müde aber glücklich: Der Aufwand hat sich für mich gelohnt!

Die nächste Woche über werde ich nach und nach meinen Dawanda-Shop bestücken, vielleicht habt Ihr ja einmal Lust, dort vorbeizuschauen….

 

Ich grüße Euch alle herzlich,

Eure

Frau Wollwesen.

 

 

2 Replies to “„Wollwesen“ in der Zeitung”

  1. Liebe Helga
    Herzlichen Glückwunsch zu diesem schönen Artikel und deinem erfolgreichen Wochenende.
    Der beissende Hafer hat mich in die Berge geschickt, doch ich bin sicher, wir werden uns eines Tages sehen. Erhol dich gut und liebe Grüsse Erika

    1. Na, bei dem schönen Wetter hat sich die Bergtour sicher gelohnt!
      Ich hab` mich schon wieder ganz gut regeneriert und geniesse die letzten Sommer-Ferien-Tage…

      Ganz liebe Grüße,
      Helga

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